Buchpräsentation Leopold Staudacher
Buchvorstellung
„Leopold Staudacher. Zwischen Südtirol und Sibirien 1914 – 1920“
Am 7. Mai wird im Vigil-Raber-Saal in Sterzing das Buch „Leopold Staudacher. Zwischen Südtirol und Sibirien 1914 – 1920“ vorgestellt.
Leopold Staudacher (1880 – 1936), gebürtig aus Gospeneid bei Sterzing, hinterließ ein beeindruckendes handschriftliches Manuskript über seine Erlebnisse im Ersten Weltkrieg. Auf rund 350 Seiten schildert er eindringlich seinen Einsatz an der Ostfront, die entbehrungsreiche Kriegsgefangenschaft im sibirischen Krasnojarsk sowie seine abenteuerliche Flucht in die Heimat, in die er 1920 zurückgekehrt ist.
Mehr als ein Jahrhundert nach seiner Rückkehr wurden diese persönlichen Aufzeichnungen von Staudachers Enkel Norbert Hiesleitner zufällig wiedergefunden und erstmals einer Transkription zugeführt. Sie stellen ein ebenso lebendiges wie erschütterndes Zeitzeugnis dar, das die Grausamkeit des Krieges aus der Perspektive des jungen Wipptaler Leutnants dokumentiert.
Historikerin Barbara Felizetti Sorg hat die Transkription der Aufzeichnungen wissenschaftlich überarbeitet, Staudachers Lebensweg rekonstruiert und diesen durch archivalische Quellen ergänzt. So ist eine fundierte und zugleich eindringliche Biografie entstanden, die individuelle Erfahrung und historische Einordnung miteinander verbindet. Durch die editorische Aufbereitung wird das persönliche Zeugnis in einen größeren historischen Zusammenhang gestellt und als wertvolle Quelle für die Geschichtsforschung zugänglich gemacht. Herausgegeben wurde die Publikation vom Chronistenverein Sterzing, die gestalterische Umsetzung lag in den Händen von Fabian Wieser.
Die Buchvorstellung beginnt um 19.00 Uhr und ist frei zugänglich.